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Computertomographie (CT)

Was leistet die Spiral-CT?

Die Spiral-Computertomographie ist eine moderne Weiterentwicklung der Computertomographie. Hier dreht sich die Röntgenröhre spiralförmig kontinuierlich um den Patienten, wobei größere Körperabschnitte fortlaufend dargestellt und zu einem dreidimensionalen Bild aufgebaut werden können. So erhält man ein genaueres Bild über die Lage eines Krankheitsherdes in Bezug auf andere Organe.

Der Nutzen der Untersuchung liegt in der exakten Beurteilung krankhafter Veränderungen Ihres Körpers, und der schnellen Diagnosefindung bei geringer Belastung.

Häufige Anwendungen sind die Suche nach einem Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule, Schädeluntersuchungen sowie Untersuchungen bei Krankheitsbildern im Lungen- und Bauchraum. Ein weiterer Schwerpunkt der CT ist die Notfalldiagnostik.

Eine Spezialanwendung ist die CT-gesteuerte Schmerztherapie bei Patienten mit chronischen Wirbelsäulenbeschwerden. Mit den genauen Schnittbildern des Computertomographen werden spezielle Kanülen exakt an die erkrankten Nervenwurzeln/Wirbelgelenke geführt, um Medikamente unmittelbar am Ort der Schmerzentstehung geben zu können.

Wie läuft die CT ab?

Während der Untersuchung liegen Sie im Computertomographieraum auf einer Liege, die sich langsam in eine 70 cm große konisch geformte Öffnung des Gerätes (Gantry) hineinbewegt (siehe Abbildung). Diese Gantry kann entsprechend der zu untersuchenden Region des Körpers um 30 Grad nach oben oder unten gekippt werden. Durch die relativ weite Öffnung fühlen Sie sich nicht eingeengt.

Manchmal ist es nötig, eine Verweilkanüle als venösen Zugang anzulegen, damit später ein Kontrastmittel gespritzt werden kann, ohne die Untersuchung zu unterbrechen.

Während der Untersuchung werden Sie akustisch und optisch überwacht. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Zeichen zu geben, falls Sie sich nicht wohl fühlen.

Die eigentliche Untersuchungsdauer beträgt nur wenige Minuten. Nach der Untersuchung werden die erhobenen Daten am Computer nachbearbeitet und dokumentiert. Dieser Vorgang dauert etwa 15 bis 30 Minuten.

Was muss ich als Patient vor, während und nach der Untersuchung beachten?

Die meisten CT-Untersuchungen benötigen keine besondere Vorbereitung. Sollte eine Vorbereitung nötig sein, werden Sie bei der Terminvergabe darauf hingewiesen.

Die Messzeit jedes Körperquerschnittes beträgt jeweils wenige Sekunden, wobei Sie ruhig und entspannt liegen sollten. Die Atemkommandos aus dem Lautsprecher müssen Sie unbedingt beachten. Es ist wichtig, dass Sie ruhig und gleichmäßig ein- und ausatmen! Beachten Sie bitte die Anweisungen der Medizinisch-Technischen Assistenten.

Nach einer Kontrastmitteluntersuchung sollten Sie zu Hause reichlich trinken, damit die Kontrastsubstanz über Nieren und Darm ausgeschieden werden kann. Im übrigen lesen Sie bitte das spezielle Merkblatt, das Sie für diese Untersuchung von unserem Anmeldeteam bekommen und beantworten die dort gestellten Fragen.

Weiteres Wissenswertes

Der Einsatz von Kontrastmitteln

In manchen Fällen ist es notwendig, Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäß-System einzuspritzen, um aussagekräftigere Bilder zu erhalten oder um Entzündungen oder Tumoren nachweisen bzw. ausschließen zu können. Der Magen-Darm-Trakt muss unter Umständen durch ein spezielles Kontrastmittel angefärbt werden, welches Sie über einen Zeitraum von etwa 50 bis 60 Minuten trinken müssen. Für eine Untersuchung des gesamten Bauches planen Sie bitte eine Gesamtdauer von 1,5 bis 2 Stunden ein.

Bei Anwendung des Kontrastmittels können gelegentlich Nebenwirkungen wie Übelkeit und Allergien auftreten.
Teilen Sie uns bitte unbedingt mit, wenn bei Ihnen Kontrastmittel-Unverträglichkeiten, Asthma oder Heuschnupfen bekannt sind. Wir können durch geeignete Medikamente einer allergischen Reaktion vorbeugen. Wichtig ist für uns außerdem die frühe Information, ob Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben (ggf. erfragen Sie Ihren Kreatinin-Wert bei Ihrem Hausarzt) oder ein Metformin-haltiges Medikament bei Diabetes einnehmen (dieses sollten Sie dann  zwei Tage vor und nach der Kontrastmittel-Gabe absetzen).

Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer CT-Untersuchung?

Die Strahlendosis beträgt für eine Schicht an der Hautoberfläche etwa 0,02 Gray, abgekürzt Gy. Da sich die Schichten dank der Exaktheit der Geräte kaum überlappen, sind die 0,02 Gy auch gleichzeitig die Gesamtdosis im untersuchten Bereich von mehreren Schichten.

Diese relativ geringe Strahlenmenge sollte dennoch nicht vernachlässigt werden. Aufgrund von Erkenntnissen über die Wirkung schwacher energiereicher ionisierender Strahlung (eine solche ist die Röntgenstrahlung) auf den Menschen kann man jedoch erwarten, dass dem Patienten daraus kein Schaden entsteht. Vor allem ist zu bedenken, dass das Risiko, einen Tumor oder eine Metastase nicht zu erkennen, für den Betroffenen sehr viel größer ist als das Strahlenrisiko. Trotzdem sollten unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden.